22. September 2007

Nach der gestrigen Einstellung hatte ich für heute den Entschluss gefasst bei gutem Wetter erneut - und ggfs besser - M76 abzulichten. Bevor der jedoch in eine günstige Position kommt, soll es nochmals M27 werden, eine Vergleichsaufnahme sozusagen zum letzten Bild mit dem MCU-Update.
Wetter:
Halbmond, fast durchgehende Decke aus Schleierwolken und reichlich Streulicht. Hellere Sterne können eher erahnt als gesehen werden. Hohe Luftfeuchtigkeit.
M27, der Hantelnebel
der Nebel läßt sich recht einfach ca.auf halber Strecke zwichen der 'Pfeilspitze' und Albireo (Beta Cygni) finden. Er erscheint schon im 8x50 Sucher bei halbwegs dunklem Himml als diffuses Fleckchen.

Aufsuchkarte M27

Visuell erscheint der Nebel meist als eine Art Sanduhr, die Henkel bekommt man bei dunklem Himmel und guter Durchsicht gratis, sonst erforden sie einen UHC oder O-III-Filter.
Ebenfalls als lohnende Ziele in der Nähe bieten sich M15 (offener Sternhaufe, erfordert aber mind. 8" zur Trennung) und Collinder 399, der Kleiderbügelhaufen.

Natürlich fängt es an sich zu zu ziehen, wenn alles aufgebaut ist. Ich habe durch die sich schnell bildende Schleiwolkendecke trotzdem 10 Bilder à 2min und 10 à 3min belichtet.
Optik war mein 8" F4-Newton und der UHC-S im MPCC.

M27
M27 mit Feldsternen. Größer >>


Karten: Cartes du Ciel
NGC 6992
Kurz bevor die Wolkendecke dann völlig dicht machte, hab ich noch drei Fotos vom östlichen Teil des Cirrus-Nebels gemacht. 3x 90s bei 1600 ISO durch den F4-Newton mit MPCC und UHC-S.

Aufsuchkarte Schwan
Karte zum Cirrus-Nebelkomplex

Die Strukturen sind da, schön ist was anderes, aber immerhin ;-)

NGC 6992
Ein Hauch im Nebel, NGC 6992. Größer >>



Epilog
Da nach diesen Aufnahmen der Himmel leider gar nichts mehr hergab, mußte ich meine weiteren Pläne streichen, also heute kein M76 mehr ...