Allgemeines
Der Mars ist nach der Erde der 4. Planet unseres
Sonnensystems. Mars ist etwa halb so groß wie die Erde und
sein auffallendstes Merkmal ist die deutliche rote Farbe. Durch die
geringe Masse ist der Mars alerdings nicht in der Lage eine so dichte
Atmosphäre zu halten wie die Erde. Der Druck am der
Oberfläche beträgt 6 mbar Die bestehende Atmosphäre
besteht zum größten Teil aus Kohlendioxid.
Derzeit (August/September 2003) stehen sich Erde und Mars so
nahgegenüber wie seit tausenden von Jahren nicht mehr.
Im Gegensatz zu Merkur und Venus sind auf dem Mars
Oberfächenstrukturen zu erkennen. Diese sind aufgrund der
Nähe besonders gut zu erkennen
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Mars
in Zahlen ...
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Mars am 16.08.2003
/ ca 01:30
Aufnahme mit Webcam Philips ToUCam Pro, Orange und IR-Sperrfilter

A - Mare Erythraeum und Aurorae Sinus
B - Chryse
C - Niliacus Lacus / Nilokeras
D - Tithonius Lacus
E - Solis Lacus, das Auge des Mars
F - Argyre
G - Südpol
H - Mare Sirenum
Die helle Fläche unterhalb des Solis Lacus
ist das Memnonia / Amazonis
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Mars in der WebCam
21.08.03 / 01:07 Uhr
Höhe über dem Horizont: etwa 22°
Wetter: unruhige Luft, Windböen
Deutlich erkennbar ist einerseits die südliche Polkappe
(Sichbar ab 60mm Teleskop-Öffnung),
andererseits die große Syrte (die dunkle Fläche in der Mitte)
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05.09.2003 / 01:30
Höhe über dem Horizont
etwa 25°
Wetter: ruhige Luft, rel. feuchte Luft
Der Südpol befindet sich auf
diesem Bild unten links.
Deutlich erkennbar ist, dass die Polkappe stark abgeschmolzen ist.
Links im Bild ist die große
Syrte
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05.09.2003
Berechnet mit Giotto 1.3 und anderen
Einstellungen:
Eingestellt sind die Defaults für Planeten, jedoch 5%
Verwendungsrate.
Die Bilder sind mit einer unmodifizierten Philips ToUCam Pro (740K)
entstanden. Die Cam befand sich im Fokus eines Meade 10"
Schmidt-Cassegrain, dessen Brennweite mittels einer Antares 1,6x Barlow
und einer 48mm Verlängerungshülse auf 6250mm verlängert
wurde.
Es wurde ein oranger Farbfilter, sowie ein IR-Sperrfilter vorgeschaltet.
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Aufgezeichnet
wurde jeweils ein AVI mit etwa 500 Frames. Bei diesen Bilder wurde die
Webcam im Binning-Mode betrieben, bei einer Auflösung von 320 x
240 Pixel. Das von Giotto gelieferte Bild wurde in Graustufen
umgewandelt und in Helligkeit und Kontrast angepasst - bie allen
Bildern einer Serie gleich.
Sichtbare
Details
Die Farbfilter heben unterschiedliche Details hervor.
Orange- und Rotfilter heben Albedostrukturen des Bodens hervor, Blau
die Polhaube, Raif und Wolken. Grünfilter Eisnebel.
Die besten Aufnahmen hier sind die von 01:21, 01:22, 01:47 und 01:50.
Deutlich zu sehen sind unten die südliche Polkappe, links als
Dunkelstruktur die große Syrte. Daran schliesst sich im
Süden als hellerer Fleck das Hellas-Becken an. Das
durchlaufende Band ist durch einen recht deutlich sichtbaren Einschnitt
geteilt. Der linke Teil ist das Mare Tyrrhenum, nach Norden ist
noch Syrtis Minor und nach Süden -Hellas begrenzend - Mare
Hydriaticum. Der Teil jenseits des Einschnittes ist Mare Cimmerium.
Ebenfalls erkennbar ist ein helerer Flecksüdlich der
Verlängerung des helen Einschnittes, genannt Eridania.
Nördlich, am oberen Planetenrand, sind noch zwei "Finger" als
Dunkelstruktur zu erkennen. Hie handelt es sich ws. um Stymphallus
Lacus (links) und Protontis (rechts). Im umschlossenen hellen Bereich
(Elysium) befinden sich die sog. Elysium Vulkane, wozu auch Olympus
Mons gehört - der grüßte Vulkan des Sonnensystems.
Vergleiche auch:
> Günter D. Roth, Planeten beobachten, 5. Auflage,
Spektrum Akademischer Verlag, Seite 193, Abb. 7.38.
> Ronald Stoyan, Mars, Oculum Verlag, Seite 70, Abb. 4-4
Marskarte mit topographischen Strukturen und Albedomerkmalen
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Die
Rotauszüge bestätigen im direkten Vergleich mit den
Oranga-Auszügen die Details. Speziell das Bild von 01:33 zeigt
Hellas (ein Einschlagkrater) und das umschliessende Mare Hydriaticum.
Rechts zeigt sich ein weiterer heller Bereich, ws. Eridania.
Im Norden wird Stymphallus deutlich abgebildet.
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