Optisches Zubehör
Das vorgestellte Zubehör verwende ich fast ausschliesslich an meinem Schmidt-Cassegrain, daher sind alle folgenden Aussagen und Wertungen auf diese Kombination bezogen. Aus der Erfahrung mit den anderen Teleskopen weiß ich allerdings, dass die Okulare sich teilweise völlig anders verhalten, was insbesondere die Randschärfe der Weitwinkel-Okulare bei schnellen Newtons (unter f/5) angeht.
Okularparade
Die Okularparade ;-)
Die Okulare gliedern sich in mehrere Gruppen. Insbesondere bietet dieser Überblick einen Größenvergleich.
Speers-Waler Okulare
Die beiden Speers-Walers sind mit ihren kurzen Brennweiten sehr gut als Planetenokulare geeignet. Speziell das 14mm-Okular zeigt ein ausgesprochen gutes Verhalten. Ein angenehmer Einblick und hervorragende Schärfe bis in die Randbereiche.

X-Cel und Plössl Okulare
Rechts stehen ein 25mm und ein 40mm NexStar-Plössl. Diese Okulare sind ordentliche Universalokulare ohne besondere Stärken - allerdings auch ohne Schwächen. Der Einblick ist für Plössls sehr gut.
Links steht eines der beiden 18mm Celestron X-Cel Okulare. Vom Gesamtverhalten ähnelt das Okular den Vixen LV-Typen.Mit seinem scheinbaren Gesichtsfeld von ca. 55° eigenet sich dieses Okular gut für die Planeten- oder Mondbeobachtung.
Die Zwei-Zöller Zum Schluß noch die 2-Zöller. Mit den Brennweiten von 26 und 32mm sind sie gut für Deep-Sky-Beobachtungen geeignet.
Das 26mm Okular (links) ist ein Reversed Kellner, ein dreilinsiges Okular mit guter Transmission. Es liefert ein helles kontrastreiches Bild. Für Vergrösserungen über 150x ist es nicht geeignet.
Das 32mm SWA verträgt sich sehr gut mit meinem SCT. Die Sterne zeigen etwa im äusseren Sechstel Kidney-Beaning, der restliche innere Bereich ist kontrastreich und scharf abgebildet.
Antares Erfle 52mm
Das Erfle ist ein weiteres 2"-Okular. Durch die lange Brennweite (52mm) komme ich mit dem 10" SCT auf eine Austrittspupille von 5,2mm, was speziell für Deep-Sky-  Beobachtungen gut sein sollte. Die Vergrößerung beträgt dann 48x.
Bei der praktischen Beobachtung habe ich den Eindruck eines Tunnelblicks. Das Gesichtsfeld erscheint sogar kleiner als beim 32mm TSWA zu sein.
In meiner Kombination bin ich von diesem Oku so noch nicht begeistert ....
Hyperion
Hyperion
Meine neueste Errungenschaft sind zwei Baader Hyperion-Okulare in den Brennweiten 8 und 21mm.
Diese Okulare bestechen durch eine Gute Abbildung, sowie ihr Preis-/Leistungsverhältnis.
Von der Erscheinung her sind Beide wirklich beeindruckend. Das resultiert aus der Tatsache, dass sie neben der 1,25" auch eine 2" Steckfassung besitzen. Dadurch sind ebenfalls große Augenlinsen und ein ein angenehmer Augenabstand möglich.
Bei der praktischen Beobachtung bestach z.B. das 8mm. Okular durch eine nadelfeine Sternabbildung am C-6. Besonders deutlich wird das bei Kugelsternhaufen oder kleineren offenen Sternhaufen.
In der praktischen Beobachtung erwiesen sich diese Okulare als ebenso gut wie meine beiden Speers-WALER. So ergänzen sich beide Okularpaare sehr gut in ihren Brennweiten.
Als etwas hinderlich am C-6 erweist sich die Größe der Hyperions, die am 1,25" Visual Back und Zenitspiegel mit dem Fokussierknopf kollidieren... , jedenfalls bei azimutaler Verwendung auf der kleinen GoTo-Montierung andauernd ärgerlich.
Oben sieht man die großen Augenlinsen der beiden Hyperions. Obwohl ich bei dieser Aufnahme direkt auf die Linsen geblitzt habe, sind erstaunlich wenige Reflexionen entstanden, was für eine gute Transmission und eine sehr gute Vergütung spricht.

Unten sieht man die Feldlinsen der Barlow-Elemente der Okulare.
Auffällig ist deren Größe. Die Feldlinse des 8mm Okulars ist erstaunlich klein, der guten Abbildung tut dies jedoch keinen Abbruch ;-)

Ebenfalls ein schönes Detail sind die Sicherungsnuten, die die Okulare gegen unbeabsichtigtes Herausfallen sichern.
Hyperion Hyperion
Die Barlows
Ein Blick auf meine beiden Barlows.  Links die Celestron 2x-Barlow 1,25". Es ist ein dreilinsiger Apo-Typ mit sehr definierter Abbildung.
Rechts ist die 2"-Antares-Barlow zu sehen. Diese Barlow verlängert 1,5x. Mit einer Einsteckhülse erhöht sich der Verlängerungsfaktor auf 2,5x.
Bino mit X-Cels
Die beiden 18mm X-Cels im AOM-Bino Typ II. Das Bino soll speziell bei Planetenbeobachtungen, aber auch bei helleren Deep-Sky-Objekten zum Einsatz kommen.
Nochamal das Bino ;-)
Noch ein Blick auf das Bino mit den vorgesehenen Okus.
Bei 18mm Okularbrennweite komme ich beim SCT auf eine Vergösserung von 138x bei einer Austrittspupille von ca. 2mm.
Deep-Sky-Grenzbereich ...
Filterparade
Vordere Reihe:
Farbfilter für Planetenbeobachtung

Mittlere Reihe:
Ein UHC mit SC-Gewinde, dann ein allg. Kontrastbooster und rechts der IR-Sperrfilter für die Webcam

Hintere Reihe:
UHC- und O-III-Filter für Nebelbeobachtung und rechts ein F 6,3 Field-Flattener. Damit wirde die Brennweite des SCT von 2500mm auf 1575mm verkürzt.
Die Fotoadapter
Zu guter Letzt noch ein paar Adapter.
Links Fotoadapter für meine Minolta Z1 zum Anschluss an T2 und Okular
In der Mitte der Fotoadapter für Okularprojektion mit T2-Anschluss.
Rechts der Schneckenfokussierer. Damit kann man sehr genauscharfstellen.
Speziell bei Verwendung der Webcam kann sehr genau scharfgestellt werden.
Meade Deep Sky Imager
Der DSI an der Russentonne

DSI
Zum Schluß noch der DSI, der Meade Deep Sky Imager. Der DSI ist eine hochempfindliche CCD-Kamera mit passiver Kühlung.  Die Belichtungszeiten reichen von 1/10000s bis zu einer Stunde.
Die Auflösung ist nicht ganz VGA. Der Anschluß an den Rechner erfolgt über USB, wobei USB 1.1 und 2.0 unterstützt werden;
Auf dem unteren Bild ist der CCD unter seinem IR-Filter zu sehen

Diese Kamera verwende ich jetzt als Guider für Astroaufnahmen.


Beobachtungstipps:
  • Eignung verschiedener Okulare
  • Eignung der Filter