Valdivia von Altona
(Ein robbe-Bausatz)

Hallo!
Schön, dass sich doch jemand auf diese Seiten verirrt hat ;-)
Diese Seiten dokumentieren den Bau meiner Valdivia. Da ich
nun nicht der weltbeste Baumeister bin, finden Sie hier wohl
etliche Anregungen, wie man etwas falsch machen kann.
Wenn Sie allerdings doch die eine oder andere positive Anregung
für Ihr Modell finden, würde mich das freuen.
Bleibt mir erst mal Ihnen viel Spaß beim Lesen meines
'Bautagebuches' zu wünschen.

Andreas Bredenkötter

Aktueller Baustand
24.04.2005
Takelage
Segel, Dirken, Lazy-Jacks ...
Rudergänger
Der Rudergänger

Und los geht's...
Lange bin ich sozusagen um den Bausatz herumgeschlichen und konnte mich nicht recht zum Kauf durchringen. Ende September 2004 konnte ich allerdings nicht länger widerstehen, zu mächtig wurde diese Stimme die da 'kauf mich!' flüsterte.
Im Oktober 2004 habe ich dann das Bauprojekt Valdivia begonnen.

Das Modell dieses Seglers ist fast ein Ausnahmemodell, handelt es sich doch um einen gut detaillierten Bausatz, der zudem noch einigermassen bezahlbar ist. Eine Beschreibung des Baufortschritts finden Sie unter 'Bausbeschreibung'  bei den Links.

Zum Original:
Die Valdivia ist ein Zweimastschoner, der im Jahre 1868 in Schweden gebaut wurde. Das Schiff durchlebte eine wechselvolle Geschichte und existiert noch heute.

Das Prospektbild von Robbe
Die 'Valdivia' von Robbe (Foto: Robbe)

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden an der Westküste der USA schnelle Schoner, die zum Fischfang dienten (Market- oder Grand Banks Schooner). Berühmte Beispiele dafür sind u.A. die 'Flying Fish' oder die sehr bekannte 'Bluenose' (Standmodelle von Krick). Weitere Einsatzgebiete waren Lotsenversatz, aber auch die Schmugglerjagd.
Diese Entwicklungen wurden gegen Mitte des  19. Jahrhunderts im Yachtbau mit Blick auf den America's Cup aufgegriffen. So entstanden elegante, schnelle Yachten mit schöner Linienführung.
Leider sind von diesen vor 1900 gebauten Schiffen nur sehr wenige erhalten geblieben. Unter deutscher Flagge fahren lediglich die Amphitrite (Bj 1889) und eben die Vanadis (Bj. 1886, ex Valdivia).

1868 wurde auf der schwedischen Södra Varvet (Stockholm) die 'Vanadis' als Privatyacht für den schwedischen Schnapsfabrikanten Edvard Cederlund nach Plänen von K.C. Agerskov gebaut. (Wieso habe ich auf einmal den Eindruck den falschen Job zu haben? Anm. AB)
Dieser nutzte seine 'Vanadis' bis 1897 für private Zwecke und stiftete sie dann der schwedischen Marine, die sie zur Schmugglerjagd einsetzte. 1898/99 nahm sie an einer Tiefsee-Expedition teil, in deren Rahmen sie die Welt umrundete. Danach folgte zunächst der Einsatz als Lotsenschoner, dann fuhr sie bis 1914 als Offiziersyacht der schwedischen Marine, ab 1915 auch für Unteroffiziere.
1920 wurde das Schiff generalüberholt und zusammen mit dem Schoner 'Albatross' an den königlichen Yachtclub übergeben.
1939/40 kam das Schiff wieder in private Hände. Der neue Eigner L. Lenmor studierte Schiffbau und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Gästereisen. Die Vanadis wechselte noch weitere vier Mal den Eigner, bevor sie 1956 nach Deutschland kam.
Erst jetzt wurde die erste Hilfsmaschine eingebaut und aus der 'Vanadis' wurde die 'Valdivia'.
1978 bis 1981 wurde die 'Valdivia' in sorgfältiger Detailarbeit originalgetreu restauriert, wobei auf Luxusausstattungen verzichtet wurde. In den folgenden Jahren gehörte die Valdivia zur Flotte des Museumshafen Flensburg.
2003 wurde sie wieder verkauft diesmal an einen Rendsburger Werftbesitzer. Derzeit wird das Schiff fachgerecht überholt und als Privatyacht ausgebaut. Mit dem Besitzerwechsel ging die Rückbenennung zur 'Vanadis' einher.

Die Vanadis im Juli 2004
Die Vanadis im Juli 2004 (Foto P. Schade)

Die Valdivia ist auch für heutige Verhältnisse ein sehr schnelles Segelschiff. Das zeigen die Regattaerfolge:
1999: Hiorten Race 1. Platz
1999: Rumregatta 1. Platz
2000: Rumregatta 1. Platz
2000: Kohlregatta Heiligenhafen 1. Platz
2000: Cutty Sark Tall Ships Race 2. Platz

Ein paar technische Daten:

Original Modell
Name: VANADIS MYTH
Ex-Name: "VALDIVIA von Altona" VALDIVIA von Altona
Heimathafen: Hamburg Elverdissen (Herford)
Liegeort: Flensburg Elverdissen (Herford)
Nation: GER
Takelagetyp: Schoner
Schiffstyp: Neufundlandschoner
Baujahr: 1868 10.2004 - xx.2005 ;-)
L.ü.a.: 29,00 m 158 cm
Länge Rumpf: 20,00 m 115 cm
Breite: 5,15 m ca. 29,5 cm
Tiefgang: 2,80 m ca. 26 cm
Gesamthöhe:
ca. 130 cm
Masthöhe:
ca. 103 cm
Segelfläche: 283 m2 53 / 61 / 72 dm2
Maschine: Daimler Benz OM 352; 105 PS 380er E-Motor
mit Getriebe
Verdrängung:
9 kg
Maßstab:
1:20

Literatur:
Wer sich weitergehend mit dem Schiffstyp beschäftigen möchte, sei
auf das Buch 'The American Fishing Schooners 1825-1935' von
Howard I. Chapelle verwiesen, das meines Wissens leider nur noch
antiquarisch (ab ca. 50 Euro je nach Zustand) erhältlich ist.
Hier findet sich ein technischer Abriss der Entwicklung dieser eleganten
Schiffe mit vielen Rissen, Zeichnungen und Fotos. Weiter geht der Author
noch auf technische Details, wie Segelschnitte, Takelage, Ankerwinden etc.
ein. Ein muß für jeden Schonerfan.
Auch die Konstruktion der Valdivia wird deutlich verständlicher, wenn man
den geschichtlich-technischen Hintergrund kennt, vor dem sie entstand.
Kleiner Nebeneffekt: wenn man die Valdivia mag, findet sich in dem
Buch garantiert ein Folgeprojekt, es macht süchtig ;-)
Neu:
01.05.2005 -
Jungfernfahrt (s.u.)

Links
Das Original
Bilder von der
'neuen' Vanadis


Literaturverweis
The American Fishing
Schooners 1825-1935
von Howard I. Chapelle


Das Modell

Die Jungfernfahrt

Baubeschreibung

Oktober 2004
Teil 1 / 2: Rumpf
November2004
Teil 3: Deck
Teil 4: Segelwinden
Teil 5: Schotführung
   und Ankerwinde
Teil 6: Restarbeiten,
   erster Schwimmtest
   und RC-Funktionscheck
Teil 7: RC-Einbau und
   Bearbeiten des Decks-
   randes.
   Beginn Bugspriet
Dezember 2004
Teil 8: Bugspriet, Mast-
   hülsen und Schanzkleid
Teil 9: Schanzkleid
Teil 10: Zwischenstand
   vom 14.12.2004
Teil 11: Heck, Rüsten
   Beginn der Endlackierung
   des Rumpfes
Teil 12: Abschluss der
   Rumpflackierung
   Setzen der Handläufe
Januar 2005
Teil 13: Handäufe und
   Ankerbalken
Teil 14: Deckshäuser 1+2,
   Lackierung von Handläufen
   und Schanzkleid
Februar 2005
Teil 15: Fertigstellung des
   2., 3. und 4. Deckshauses,
   Beginn der Kajüte.
Teil 16: Fertigstellung der
   Kajüte, Beginn des
   Steuerstandes und ein
   Zwischenstand.
Teil 17: Steuerstand,
   Beginn des Mastbaus
Teil 18: Lackieren
   und Fertigstellen
   der Masten
März 2005
Teil 19: Zusätzliche Stau-
   kästen. Mastringe
Teil 20: Beginn stehendes
   Gut. Abschluss Mastbau,
   Beginn Vorgeschirr
Teil 21: Abschluss Vor-
   geschirr, Stengestage
   und Positionsleuchten
Teil 22: Einziehen der
   Wanten, Beginn und
   Fertigstellung Fockbaum
   und Beginn
   Schonerbaum
April 2005
Teil 23: Schonerbaum
   und -gaffel
   Großgaffel und Winde
Teil 24: Segel und
   Takelage
Teil 25: Endspurt I
(Die Navigation
zwischen den Teilen
ist noch unvollst.)


Klebstoffe

Modellbau

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externer Link Minisail-Classic

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